27.01.2012 USA: Zahl der diabetesbedingten Amputationen sinkt

In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der Menschen mit Diabetes, bei denen Fuß- oder Beinamputationen durchgeführt werden müssen, zurückgegangen. Dies geht aus den Ergebnissen einer Datenanalyse hervor, die im Fachmagazin Diabetes Care publiziert wurden.
Im Rahmen des Projektes haben Wissenschaftler der US-amerikanischen Behörde Centers for Disease Control (CDC) Zahlen aus dem National Health Interview Survey sowie dem National Hospital Discharge Survey ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass die Rate der nicht-traumatischen Amputationen der unteren Extremitäten bei Diabetespatienten über 40 Jahren zwischen 1996 und 2008 um 8,6 Prozent pro Jahr gesunken ist. Insgesamt betrug der Rückgang solcher Eingriffe in diesem Zeitraum 65 Prozent.
Männer sind häufiger betroffen als Frauen
2008 mussten bei 3,9 von 1000 Diabetikern Amputationen durchgeführt werden; 12 Jahre zuvor lag die Quote noch bei 11,2 zu 1000. Männer sind allerdings erheblich öfter betroffen (6 von 1.000) als Frauen (1,9 von 1.000). Gegenüber Stoffwechselgesunden haben Diabetiker aber noch immer ein achtfach erhöhetes Risiko, dass bei ihnen eine Amputation an den unteren Gliedmaßen notwendig wird.
Die Ursachen für diesen Rückgang sehen die Wissenschaftler des CDC in der allgemein verbesserten Stoffwechseleinstellung der Diabetespatienten. So sei auch die Zahl kardiovaskulärer Ereignisse rückläufig. Zudem habe es in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in den Bereichen Fußpflege, medizinische Versorgung und Prävention gegeben.





