09.12.2011 Studie: Metformin hemmt das Wachstum von Brustkrebs

Das Medikament der ersten Wahl für Menschen mit Typ-2-Diabetes ist scheinbar auch bei anderen Erkrankungen ein potenter Wirkstoff.

Das orale Antidiabetikum Metformin könnte das Wachstum von bestimmten Krebsarten hemmen. Das geht aus den Ergebnissen einer im Fachmagazin PLoS One veröffentlichten Studie hervor, die von amerikanischen und südkoreanischen Wissenschaftlern durchgeführt wurde.

Das Forscherteam hat im Labor Brustkrebstumore auf adulten Stammzellen herangezüchtet und sie körpereigenen und synthetischen Stoffen ausgesetzt, die das Krebswachstum begünstigen. Als die Forscher anschließend Metformin zuführten, unterbannt es die wachstumsfördernde Wirkung dieser Stoffe. Zudem verringerte sich die Größe und Menge der Krebsgeschwüre.

„Drastische Wirkung auf Krebswachstum“  
„Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für einige Krebsarten, etwa Brust-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Obgleich wir diebezüglich noch nicht den exakten molekularen Wirkmechanismus kennen, scheint Metformin sich drastisch auf die Substanzen auszuwirken, die Brustkrebs weiter wachsen lassen“, kommentiert Studienleiter James Trosko die Ergebisse.

Ob das Medikament auch das Wachstum von Leber- und Pankreaskrebs hemmen kann, sollen nun weitere Untersuchungen zeigen. Ende 2010 wurde bereits entdeckt, dass Metformin auch den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung abschwächen kann.

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