07.12.2011 Stichprobe: 72 Prozent messen Blutzucker und dokumentieren ihn!

Ergebnisse des Diabetes-Management-Reports 2010: Presse-Info der Fa. Roche Diagnostics.

Die Presse-Information:
Eigentlich ist es eine gute Nachricht. Die Ergebnisse des Diabetes Management Reports Deutschland 2010 zeigen anhand einer repräsentativen Stichprobe, dass 72 Prozent der befragten Menschen mit Diabetes, die ihren Blutzuckerspiegel mehr oder weniger regelmäßig messen, ihre Werte auch dokumentieren.

Sichtbare Entgleisungen
Durch regelmäßiges Messen und Dokumentieren lassen sich gesundheitsbelastende Entgleisungen des Blutzuckerspiegels nach oben oder unten sichtbar machen. Darüber hinaus können Betroffene im Tagesverlauf auch überprüfen, welche Auswirkungen beispielsweise ein Stück Kuchen oder – in die andere Richtung – ein einstündiger Spaziergang auf den Blutzuckerspiegel haben.

Immer mehr kümmern sich um Dokumentation
Die Messdaten sollten festgehalten werden, damit sie in regelmäßigen Abständen von einem Arzt oder – mit etwas Erfahrung – auch vom Patienten selbst, interpretiert werden können. Immer mehr Menschen mit Diabetes kümmern sich um die Dokumentation der Daten – allerdings nutzen sie nicht immer die verfügbare moderne Technik, obwohl diese mittlerweile sehr einfach in der Handhabung sein kann. Die Befragung zeigt:

87 Prozent handschriftlich
Der überwiegende Anteil der messenden und dokumentierenden Patienten (87 Prozent) nutzt ein handschriftliches Diabetestagebuch, nur 12 Prozent ein elektronisches Dokumentationssystem. Dabei machen elektronische Systeme die Dokumentation, Darstellung und Analyse von Messdaten wesentlich einfacher und sicherer. Zum einen, weil grafische Verläufe Messwert-Ausschläge nach unten oder oben auf einen Blick deutlich machen. Zum anderen lassen sich durch die elektronische Dokumentation viele Fehler vermeiden.

Die Daten sind Therapie-Grundlage!
Und das ist wichtig, denn schließlich bilden die Daten die Grundlage, auf der Ärzte die Therapie ihrer Patienten anpassen. Die Tagesprofile lassen sich per Knopfdruck auch direkt miteinander oder im Wochenverlauf vergleichen. So wird schnell ersichtlich, ob zum Beispiel die Werte regelmäßig nach dem Mittagessen viel zu hoch sind, oder ob Unterzuckerungen jeden Donnerstagabend nach dem Fußballtraining auftreten.

Folgeerkrankungen werden vermieden
Experten sehen in der Nutzung elektronischer Dokumentationssysteme großes Potenzial für eine effektivere Behandlung: „Moderne elektronische Techniken bieten den Diabetes- Behandlungsteams korrekt dokumentierte Messergebnisse und detaillierte Verläufe. Das unterstützt den Arzt bei Therapieentscheidungen und kann dazu beitragen, dass typische Folgeerkrankungen bei Diabetikern vermieden werden können“, sagt Prof. Theodor Koschinsky, Diabetes-Experte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. „Aber auch dem Patienten selbst bieten sie zusätzliche Informationen für eine gezieltere Therapieanpassung - sind die meisten beim Management ihres Diabetes die längste Zeit doch auf sich allein gestellt.“
(...)

Quelle: Koschinsky T.: Diabetes Management Report Deutschland 2010 – Entwicklungen und Handlungsbedarf. Diab, Stoffw und Herz 2011; 20; 135-142.

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