Get Adobe Flash Player
 
Get Adobe Flash Player
 

18.08.2010 Steuern Hormone das Verlangen nach süßen Nahrungsmitteln?

US-Forscher haben herausgefunden, dass das Hormon Glukagon den Geschmack und vor allem das Süßeempfinden beeinflussen könnte.

Hinweise darauf, dass der Stoffwechsel durch Hormone einen Einfluss auf unser Geschmacksempfinden hat gibt es schon länger. Bei einem Versuch fanden Forscher der University of Maryland kürzlich heraus, dass neben den bereits bekannten Hormonen Leptin und Peptid-1 auch Glukagon auf unseren Geschmack und vor allem das Süßeempfinden einwirken kann.

Das Ergebnis lässt vermuten, dass ein hoher Glukagon-Wert im Blut die Empfindlichkeit unserer Geschmacksnerven auf Süßes stark ansteigen lässt. Biologisch ist dies so zu erklären, dass der Mensch erst durch seine Geschmacksempfindlichkeit eine Nahrungsquelle als solche identifizieren kann.

Sensibilisierung für süßen Geschmack bei hohen Glukagon-Werten
Ein süßer Geschmack lässt auf energiereiche Kohlehydrate im Essen schließen, die der Körper bei hohen Glukagon-Werten dringend benötigt. Ist der Wert dagegen sehr niedrig, beispielsweise nach einer Mahlzeit, wäre die Empfindlichkeit der Geschmacksrezeptoren eher herabgesetzt.

Noch gibt es zwar keine eindeutigen Nachweise für Zusammenhänge mit einer veränderten Hormonlage nach der Nahrungsaufnahme, eine Erkenntnis in diese Richtung könnte sich aber positiv für Patienten mit Diabetes, Stoffwechsel-Krankheiten und Adipositas auswirken. Durch entsprechende Zusätze könnten Nahrungsmittel einen süßeren Geschmack bekommen, ohne dabei mehr Zucker zu enthalten.

Anna Pfützner

Jetzt bookmarken:del.icio.usMister Wongoneviewgoogle.comYahooMyWebWebnewsYiggItLinkaARENAlive.comMa.gnolia

Gerade erschienen

Diabetes-Journal

Der Allgemeinarzt

Diabetes-Forum