07.10.2011 Herzbericht: Herzinfarkt bleibt Männersache - und kostet 1,841 Mrd. € pro Jahr

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung E. V. (DGK) von der Herbsttagung

Akuter Herzinfarkt ist in Deutschland überwiegend eine Männerkrankheit. Männer werden weit häufiger wegen eines Herzinfarkts in ein Krankenhaus eingeliefert als Frauen, sie versterben häufiger daran als Frauen und belasten damit das Gesundheitsbudget weit stärker als Frauen. Das ist ein Ergebnis des auf dem Herbstkongress der DGK in Düsseldorf vorgestellten Herzberichts von Dr. Ernst Bruckenberger.

Akuter Infarkt: 83 % mehr bei Männern

253,9 Männer pro 100.000 Einwohner wurden (2009) wegen eines akuten Infarktes in ein Krankenhaus eingeliefert, die Zahl der Männer lag mit 330,2 um 82,9 Prozent über jener der Frauen (180,5). Die Sterbeziffer bei akutem Herzinfarkt liegt insgesamt bei 68,7 pro 100.000 Einwohner. Bei Männern mit 77,1 um 27 Prozent über jener der Frauen (60,7). Dieser Trend spiegelt sich auch bei den Krankheitskosten für Herzinfarkte wieder:

Krankheitskosten 95,5 % höher als bei Frauen
Nach der aktuellen Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes (2008) entstanden für die Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege von an einem akuten Herzinfarkt erkrankten Menschen Kosten von 1,841 Milliarden Euro (Männer 1,218 Milliarden, Frauen 623 Millionen). Die Krankheitskosten des akuten Herzinfarkts der Männer lagen insgesamt 95,5 Prozent über den Krankheitskosten der Frauen. Mit zunehmendem Alter verringerte sich der Abstand.    

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